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Design Literatur: Design, Anfang des 21. Jahrhunderts

“Junge Disziplin” – diesen Begriff wird man in diesem Sammelband häufiger begegnen. Was Bernhard E. Bürdek und Petra Eisele zusammengestellt haben ist eine Diskursbetrachtung, die anregen will, in größeren Zeiträumen zu denken, denn Design gibt es ja tatsächlich noch nicht so lange.

Vieles ist erreicht und doch ist alles offen für das Design und das, was man über die Disziplin sagen kann, Anfang des 21. Jahrhunderts. Dies zeigt sich besonders darin, dass das Buch weder in Fatalismus, noch in überzogener Borniertheit verschiedenste Diskurse portraitiert. Auch wenn im Vorwort von Bernhard E. Bürdek ein wenig die Angst aufkommt, dass wir uns dem Definieren der Disziplin so hingeben müssen, dass die Entwicklung, der kulturelle Remix am Design vorbeigeht; später wird einem klar, das wir nur engagiert und ernsthaft den Fragestellungen nachgehen sollten, die uns und das Design, weitgehend auf den Deutschen Raum bezogen, bereichern.

Wer hinter dem Titel etwas sehr avantgardistisches vermutet, wird enttäuscht sein und ausserdem bemerken, dass das 21. Jahrhundert weitgehend noch mit der Verdauung des 20. beschäftigt ist. Wer mit Sorgfalt gesammelte Beiträge einer deutschen Befindlichkeit sucht,  wer wissen will, wie Design hierzulande in Arbeit, Forschung und Lehre umgesetzt wird, wird sich an diesem Band freuen.

 

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